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Die Yacht

Wie eine Yacht für griechische Gewässer ausgestattet sein sollte, können Sie in dieser Rubik nachlesen. Außerdem finden Sie hier eine Liste empfehlenswerter Yachtzubehörhändler, Servicebetriebe, Mechaniker und Segelmacher.

 

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Die Yacht und ihre Ausrüstung

Unabhängig davon, ob Sie im Saronischen oder Argolischen Golf und den angrenzenden Gewässern mit einer eigenen Yacht oder einer Charteryacht unterwegs sind, sollte die Yacht über eine gewisse Standardausrüstung verfügen. Wir empfehlen, die von der Kreuzerabteilung des DSV empfohlene Sicherheitsausrüstung für seegehende Segelyachten und die Ausrüstungsempfehlungen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zu beachten. Griechische Charteryachten müssen den Vorgaben des griechischen Handelsmarineministeriums (YEN) entsprechend ausgerüstet sein. Nachfolgend einige zusätzliche Hinweise.

 

Maschine

Die Yacht sollte über einen zuverlässigen und kräftigen Motor verfügen, nicht nur, um in den nicht zu vermeidenden Flautenzeiten vom Fleck zu kommen, sondern auch, um gegen starke Winde und die für das Mittelmeer typische steile See ankämpfen und sicher in den Hafen kommen zu können. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in griechischen Häfen übrigens 5 Knoten.
Aus Sicherheitsgründen ist eine Dieselmotor einem mit Benzin betriebenen Motor vorzuziehen, da Diesel nicht so explosionsgefährlich ist wie Benzin. Wer auf einen benzingetriebenen Motor, beispielsweise einen Außenbordmotor für das Dingi, nicht verzichten kann, der sollte sich gut überlegen, wo er den Motor und den benötigten Treibstoff staut; generell ist ein Platz mit guter Belüftung zu wählen.
Ersatzteile für Motoren zu finden, ist in der Gegend um Athen/Piräus kein besonders großes Problem, sofern es sich um einen Motor eines der bekannteren Hersteller handelt: Volvo-Penta, Yanmar, Perkins, marinisierte Ford, Mercedes und MAN, Vetus und Bukh. Mechaniker, die sich mit diesen Motoren auskennen, dürften sich ebenfalls auftreiben lassen. Es empfiehlt sich natürlich, die Bedienungs-, Wartungs- und Reparaturanleitung stets mit an Bord zu haben.
Jede Charteryacht besitzt einen Motor. Vergewissern Sie sich beim Einchecken, dass ihn bedienen können (Seeventile, Stoppgriff, Neutralstellung etc.) und überprüfen Sie den Treibstofffüllstand, Ölstand, Keilriemen, ggf. den Impeller der Seewasserpumpe und den Ladezustand der Starterbatterie.

Stromversorgung

Marinas und einige Häfen bieten Anschlussmöglichkeiten an den Landstrom. Bei einigen Marinas sind die Gebühren für den Strom gleich in der Liegegebühr enthalten -- es lohnt sich also, vom Angebot Gebrauch zu machen. Dummerweise sind die Installationen auf den Kais und Schwimmstegen oft in einem sehr desolaten Zustand, so dass die Verbindungen häufig eine potenzielle Gefahrenquelle darstellen. Marinas bilden da leider keine Ausnahme; was man hier und da, beispielsweise in der Marina Alimos (Kalamaki) sieht, mutet schon sehr abenteuerlich an.
In der Regel findet man Anschlüsse für 230V, in einigen Marinas auch 380V. Es empfiehlt sich, eine Reihe unterschiedlicher Adapter an Bord zu haben, denn die Steckdosen sind nicht in jedem Hafen und in jeder Marina einheitlich gleich.
Sollten Sie teure und empfindliche Geräte an Bord haben, dann schalten Sie sie besser aus, so lange Sie mit dem Landstrom verbunden sind. Generell, also nicht nur in Griechenland, sollten Sie nur ein für Yachten und Yachtbatterien taugliches Ladegerät verwenden, beispielsweise eines mit IUoU-Ladekennlinie. Keinesfalls sollten Sie ein gewöhnliches Ladegerät einsetzen, wie Sie es zum Laden Ihrer Autobatterie verwenden, denn damit bekommen Sie die Batterie niemals voll.
Dem heutigen Standard entsprechend, sollte die Yacht mit zwei separaten Batterien ausgerüstet sein: eine Starterbatterie zum Starten der Maschine und eine Batterie für die Verbraucher an Bord.
Auf dem Wasser, in Ankerbuchten und in einigen Häfen gibt es keinen Landstrom. Das heißt, dass Sie Batterien mit ausreichender Kapazität mitführen müssen und/oder die Batterien regelmäßig laden. Falls Sie häufiger in der Nacht unterwegs sind (Positionsbeleuchtung), ständig die Instrumente eingeschaltet haben und eine elektrische Kühlbox betreiben, reicht es zum Laden der Batterie oft nicht aus, nur den Motor gelegentlich mal anzuwerfen. Auf vielen Yachten sind deshalb Solar-Panels und/oder Windgeneratoren installiert. Der Einsatz eines separaten, mit Diesel betriebenen Generators ist nur auf See eine Alternative, denn Sie wollen doch sicher nicht die Ruhe der romantischen Ankerbucht oder des friedlichen Hafens stören?
Landanschluss-Installationen findet man auf den meisten Charteryachten.

Radarreflektor

Der Saronische Golf gehört zu den meistbefahrendsten Seegebieten der Welt. Es versteht sich von selbst, in der Nacht oder bei schlechter Sicht einen Radarreflektor zu heißen, falls ein solcher nicht ständig im Mast gefahren wird.

Kühlschrank und Kühlbox

Da gerade die Rede von der Stromversorgung war, bietet es sich an, gleich mit dem größten Stromfresser an Bord fortzufahren, dem Kühlschrank oder der Kühlbox. Bei den im östlichen Mittelmeer üblichen Temperaturen ist ein Kühlschrank für viele Menschen selbst an Bord einer Yacht eine dringende Notwendigkeit. Berücksichtigen Sie, dass der Kühlschrank mit schätzungsweise 50 Prozent zum gesamten Stromkonsum beiträgt und planen Sie die Batteriekapazität entsprechend.
Kühlschränke oder -boxen mit Kompressor haben sich im östlichen Mittelmeer am besten bewährt, da thermoelektrische Kühlgeräte mit den in diesem Revier üblichen Temperaturen schon mal Schwierigkeiten bekommen.
Eine Alternative zu Kühlschränken und Kühlboxen, die über die Batterie betrieben werden, ist Eis. Eis können Sie in vielen Häfen erhalten, weil es auch die Fischer zum Kühlen ihres Fangs verwenden. Sie müssen lediglich den Eismann oder die Eisfrau finden -- fragen Sie am besten einen der Fischer. Verwenden Sie dieses Eis aber nicht zum Kühlen Ihrer Cocktails, denn es enthält oft chemische Substanzen, die das Eis länger massiv halten. Falls Sie tatsächlich Eiswürfel für Ihre Drinks benötigen, dann fragen Sie gezielt danach.
Charteryachten verfügen über einen Kühlschrank bzw. über eine Kühlbox.

Fäkalientank

Zu diesem Zeitpunkt sind Fäkalientanks für besuchende private Yachten noch nicht vorgeschrieben, es ist aber sicher nur eine Frage der Zeit, bis die Pflicht für Fäkalientanks auch in Griechenland für sämtliche Yachten, also auch für Privatyachten gelten wird. Charteryachten müssen Fäkalientanks an Bord haben.
In Häfen oder Ankerbuchten darf der Inhalt der Bordtoilette nicht abgepumpt werden. Tun Sie es trotzdem, dann nehmen Sie empfindliche Strafen in Kauf. Für das Abpumpen gilt hier wie auch in vielen anderen Ländern, dass Sie sich theoretisch mindestens 3 Seemeilen von der Küste entfernt befinden müssen, um es tun zu dürfen.
Abpump- oder Absauganlagen finden Sie leider nur in wenigen Marinas und in Häfen überhaupt (noch?) nicht.

Kochen

Die griechische Küche hat zwar viele Köstlichkeiten zu bieten und der Besuch einer Taverna ist preiswert, aber sicher werden Sie nicht jeden Tag an Land essen. Alle Charteryachten und die meisten privaten Yachten sind mit Gaskochern ausgestattet. Sich mit Gasflaschen zu versorgen, ist in den meisten größeren Orten und damit im gesamten hier beschriebenen Revier kein Problem. Für Petroleumkocher geeignetes, sauberes Petroleum zu finden, kann hingegen schwierig sein. Spiritus (Methylalkohol) in Flaschen findet man in jedem Supermarkt.
Gas auf einer Yacht ist nicht ungefährlich. Für den gelegentlichen Morgenkaffee tut es auch ein einfacher Kocher mit Gaskartusche, der natürlich nur dann verwendet werden sollte, wenn die Yacht sicher festgemacht ist.
Charteryachten sind in der Regel mit Gaskochern ausgestattet; achten Sie beim Einchecken darauf, dass die Gasflasche ausreichend gefüllt ist.

Gangway

In griechischen Marinas und Häfen legt man üblicherweise »römisch-katholisch«, also mit dem Heck zur Pier, seltener mit dem Bug zur Pier an. Um dann vom Schiff an Land oder vom Land aufs Schiff zu kommen bedarf es einer Gangway, die im einfachsten Fall eine einfache Planke sein kann. Nach dem Ablegen ist die Gangway, falls sie nicht permanent am Heck gefahren wird, sorgfältig zu stauen und zu sichern (an der Reling festzurren).
Bei Schiffen mit hohem Freibord, die häufiger mit dem Bug zur Pier anlegen, empfiehlt es sich, eine Leiter als Ein- und Ausstiegshilfe am Bugkorb anzuschlagen.
Zur Ausrüstung von Charteryachten gehört häufig nur eine einfache Planke.

Anlegen

Das Anlegen wurde unter der Überschrift »Gangway« schon kurz erwähnt. In den meisten Marinas und Häfen legt man »römisch-katholisch«, also mit dem Heck zur Pier, seltener mit dem Bug zur Pier an.
In einigen Marinas und Häfen sind Moorings ausgelegt; wo dies der Fall ist, finden Sie entweder eine kleine Mooring-Boje oder eine Leine, die von der Mooring-Kette zur Pier führt und dort aufgenommen werden muss. Viele Fischer haben Moorings ausgelegt, bei denen fast immer eine schwimmfähige Leine zur Pier führt. Wenn Sie in Häfen manövrieren, achten Sie also besonders gut darauf, dass sich nicht irgendwelche Leinen in Ihrem Propeller verfangen oder um Kiel oder Ruder legen.
In Häfen und Marinas ohne Moorings müssen Sie den Anker der Yacht verwenden. Es ist nicht immer ganz einfach, die Yacht achteraus in eine enge Lücke zwischen zwei andere Yachten zu manövrieren (Fender!). Besonders bei Yachten mit ausgeprägtem Radeffekt kann es ratsam sein, mit dem Bug voran anzulegen, was gleichzeitig das Ruder vor Beschädigungen schützt.
In einigen wenigen Häfen machen Yachten längsseits fest; wo dies der Fall ist, werden Sie in den Hafenbeschreibungen entsprechende Hinweise finden.

Ankern

Da Sie den Anker in vielen Häfen, Marinas  und in jeder Ankerbucht benötigen, empfiehlt sich eine elektrische, zumindest aber eine manuelle Ankerwinsch. Der Ankergrund ist häufig mit Seegras dick bedeckter harter Sand.
Geeignete Anker sind nahezu alle Patentanker, besonders bewährt haben sich folgende Typen: Bruce (hat Schwierigkeiten, sich durch dickes Seegras hindurch einzugraben), CQR (mit gelegentlichen Problemen bei sehr weichem Grund), Bügelanker (siehe CQR), Danforth.
Die meisten Charteryachten sind mit einer elektrischen Ankerwinsch und einem der erwähnten Ankertypen sowie ausreichender Kette ausgestattet.
Den Anker rückwärts in den Grund ziehen. Ist genügend Kette oder Leine gesteckt, etwa eine Minute lang mit Vollgas zurück -- viele Skipper scheuen sich davor, weil dabei der Anker ja wieder ausbrechen könnte, aber genau das ist der Punkt: Hält der Anker nicht bei "voll zurück", dann wird er womöglich auch bei einer starken Bö nicht halten.
Empfehlenswert ist es, mindestens einen überlangen Festmacher an Bord zu haben, denn an einigen Ankerplätzen liegen Sie nur dann ruhig, wenn Sie eben diesen Festmacher zum Land hin ausbringen. Während der Sommermonate ankern in manchen Buchten immer recht viele Yachten, wodurch der Schwojkreis mitunter stark eingeschränkt wird -- ein langer Festmacher, zum Land hin ausgebracht, hilft auch in diesen Fällen weiter.
Seeigel:
Vorsicht beim Ausbringen der Landleine oder beim Schwimmen zum Ufer: Wer einmal mit nackten Füßen in einen Seeigel getreten ist, kennt Schmerzen.

Dingi

Wenn Sie Marinas und Häfen meiden wollen und lieber ankern, dann benötigen Sie ein Dingi, um ans Land zu gelangen. Charteryachten sind in der Regel mit Schlauchbooten und Außenbordmotoren ausgestattet. Prüfen Sie das Dingi und den Motor bei der Übernahme der Charteryacht. Kontrollieren Sie auch, ob das Schlauchboot-Reparaturset vorhanden und in einem einwandfreien Zustand ist.

Dusche

In den meisten Marinas gibt es Duschen und in vielen Häfen bieten umliegende Tavernas Duschmöglichkeiten. Wer vom Duschangebot einer Taverna Gebrauch macht, sollte anständigerweise am Abend auch in dieser Taverna essen.
Selbst wenn man eigentlich überall an Land eine Duschmöglichkeit finden kann, sollte die Yacht selbst über eine Dusche verfügen, denn nicht überall sind die sanitären Anlagen griechischer Marinas und Tavernas sauber. Für Yachten in griechischen Gewässern empfiehlt sich eher eine Cockpit-Dusche, als eine Dusche in der Nasszelle, denn die Temperaturen laden dazu ein, häufiger Abkühlung im Meer zu suchen. Mit einer außen installierten Dusche kann man dann das Salzwasser noch auf der Badeplattform stehend abspülen. Die meisten Charteryachten sind mit Cockpit-Duschen, viele auch mit Innenduschen ausgerüstet.
In den Hafen- und Marinabeschreibungen sind Duschmöglichkeiten nur dann erwähnt, wenn sie zu den festen Einrichtungen des jeweiligen Hafens bzw. der jeweiligen Marina zählen.

Sonnenschutz

Die heiße Sonne Griechenlands erfordert einen guten Sonnenschutz. Sofern kein Bimini-Top vorhanden ist, das selbst auf in Fahrt befindlichen Yachten Schatten spendet, sollte zumindest ein Sonnensegel an Bord sein, dass im Hafen oder in der Ankerbucht aufgespannt werden kann. Sonnenschirme mit Relingsbefestigung sind eher als Notlösung anzusehen. Die meisten Charteryachten sind mit Bimini-Tops ausgestattet.

Ersatzteile und fehlende Ausrüstung

Ersatzteile für beschädigte oder fehlende Ausrüstung lässt sich oft direkt vor Ort beschaffen oder -- falls speziellere Teile notwendig sind -- bestellen. Yachtausrüstung ist in Griechenland häufig billiger als in anderen EU-Staaten, besonders dann, wenn man auf lokal produzierte Teile zurückgreift, beispielsweise Beschläge, Schäkel, Farbe, Antifouling, Batterien.
Besonders an der Küste Attikas, von Piräus bis Glyfada, finden Sie sehr viele Yacht- und Yachtzubehörhändler, Yachtbekleidungsgeschäfte, Segelmacher- oder -händler, Yachtelektronikfirmen und Yacht-Serviceunternehmen.
Eine Liste empfehlenswerter Firmen finden Sie unter Yachtausrüster und Servicebetriebe.

Proviant

Fast überall in Griechenland und ganz bestimmt in der Nähe der Marinas und der größeren Häfen werden Sie keine Probleme haben, sich Ihren Grundproviant zu beschaffen. Supermärkte gibt es inzwischen in jedem größeren Dorf, und in Städten sind selbst ausgefallenere Lebensmittel und Getränke, beispielsweise Erdinger Weißbier, erhältlich. Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Zucker, Mehl, Eier etc. erhalten Sie in jedem Dorf, gleiches gilt für Konserven. Lokale Konserven, beispielsweise Tomaten in der Dose, sind von hoher Qualität und billig. Fleisch in Konserven ist meistens importiert und vergleichsweise teuer.
Frische Früchte und frisches Gemüse kaufen Sie am besten auf dem Markt oder in Obst- und Gemüsegeschäften, vielleicht sogar bei einem Straßenhändler. Das Angebot in Griechenland heimischer Produkte variiert natürlich je nach Jahreszeit, aber dafür können Sie einigermaßen sicher sein, dass die Ware frisch ist. Anders gesagt: Wer im März eine große, gelbe Melone kauft, der kauft ein Importprodukt, das schon eine nicht näher zu bestimmende Anzahl an Tagen unterwegs war. In Griechenland heimisches Obst und Gemüse ist vergleichsweise billig.
Zu den Geschäftszeiten: Supermärkte haben normalerweise Montags bis Samstags durchgehend von 8.00 bis mindestens 20.00 Uhr geöffnet. Kleinere Läden öffnen Ihre Türen von 8.00 bis 13.00 Uhr und dann wieder von 16.00 oder 16.30 bis 20.00 Uhr. Viele Läden bleiben Montag- und Mittwochnachmittags geschlossen. Die Zeiten sind nur Anhaltspunkte, denn letztendlich bleibt es den Händlern selbst überlassen, auch zwischen 13.00 und 16.00 Uhr zu öffnen und den Laden vielleicht erst um 23.00 Uhr abzuschließen. In Touristenzentren wird kaum ein Händler eine Siesta einschieben, so lange noch genügend Kunden da sind. Märkte finden in der Zeit von 8.00 bis etwa 14.00 Uhr statt.
Fleisch
gibt es in Metzgereien und Supermärkten. Es ist häufig nicht sehr lange abgehangen, weshalb es noch viel Feuchtigkeit enthält. Sie können in Griechenland alle Sorten von Fleisch erhalten; am billigsten ist Geflügel und Schweinefleisch, teuerer ist Lamm- und Rindfleisch. Verglichen mit anderen EU-Staaten sind die Fleischpreise in Griechenland moderat. Die Art und Weise, in der das Fleisch zur Schau gestellt wird, mag nicht jeden erfreuen, aber die Qualität ist gut und mit Rinderwahn und Schweinepest hatte Griechenland so gut wie kein Problem.
Fisch
gibt es reichlich. Griechenland ist zwar ein Land am Meer, das bedeutet jedoch nicht, dass der Fisch auch billig ist -- das Gegenteil ist der Fall. Frischen Fisch könne Sie auf dem Markt, in spezialisierten Geschäften und oft auch direkt vom Fischerboot kaufen. Tiefkühlprodukte -- meistens Importware -- finden Sie in jedem Supermarkt.
Griechenland importiert viel Käse, beispielsweise Edamer, Gouda und Regato. Ausgezeichnet sind auch lokale Käsesorten wie der Hartkäse Graviera und natürlich der überall erhältliche weiche Feta. Feta wird aus Schaf- und Ziegenmilch hergestellt, aus der auch der vorzügliche griechische Joghurt gemacht wird. Joghurt wird in Griechenland mit Honig gegessen.
In nahezu jedem Dorf finden Sie einen Bäcker. Brot ist billig und in vielen Variationen erhältlich, wobei Weißbrot bevorzugt wird. In den meisten Bäckereien erhalten Sie auch Croissants, Käse-, Fleisch- und Spinatkuchen (Pites), Mini-Pizzas und viele andere Sorten Gebäck.
In Griechenland ist löslicher Kaffee populärer als Filterkaffee, aber neben Nescafé und Maxwell finden Sie trotzdem auch Bohnenkaffee, wenngleich auch nicht in jedem Dorf. Selbstverständlich erhalten Sie überall Packungen mit Kaffee für die Zubereitung des griechischen Kaffees. Bei griechischem Kaffee handelt es sich um eine Art Mokka, der Tasse für Tasse gekocht wird. Tee werden Sie häufig nur in Form von Teebeuteln finden. Wenn Sie Wert auf Tee in Dosen oder größeren Verpackungen legen, dann sollten Sie sich vor der Abreise nach Griechenland damit versorgen oder sich in Griechenland in größeren Supermärkten umschauen.
Bier
, Wein und Spirituosen finden Sie in Supermärkten, Minimärkten, in Getränkehandlungen und am Kiosk; Wein und Spirituosen oft auch in Konditoreien. Die Qualität lokaler Weine reicht von ausgezeichnet bis abscheulich; Strofilia ist ein guter Weißwein, Naoussa ein guter Rotwein. Wein wird in Griechenland nicht nur in Flaschen verkauft, sondern auch direkt aus Fässern. Retsina ist ein besonderer Weißwein mit einem eigentümlichen, herben Geschmack, der aber sehr bekömmlich ist. Wein ist in Griechenland generell nicht teuer. Lokale Spirituosen sind neben dem wohl überall bekannten Ouzo vor allem Tsikudia, Raki und Tsipouro. Griechischer Weinbrand (Metaxa) ist fruchtig und relativ süß. Lokale Spirituosen sind billig, importierte teuer. Die beliebtesten Biersorten in Griechenland sind Amstel, Heineken und Mythos.
Griechischer Kaffee:
Griechischen Kaffee (ellinikos kafes) erhitzt man Tasse für Tasse in einem Briki (ein kleines Metalltöpfchen mit langem Stil, oft aus Kupfer). Wasser, Kaffeepulver und Zucker werden dabei gemeinsam auf kleiner Flamme langsam zum Kochen gebracht. Beginnt die Flüssigkeit aufzuschäumen, ist der Kaffee fertig und man serviert ihn in kleinen Mokkatassen. Es gibt folgende drei Hauptvarianten: ungezuckert/schwarz (sketo), mittel-süß (metrio) und süß (gliko).