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Revierführer

In dieser Rubrik finden Sie Beschreibungen und Pläne einiger ausgewählter Häfen der Reviere »Saronischer Golf« und »Argolischer Golf«. Im Laufe der letzten drei Jahre haben wir um die Hundert Häfen und Buchten in diesen Revieren besucht. Sämtliche zusammengetragenen Informationen hier in einem Rutsch zu veröffentlichen ist aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich. Außerdem dürfte es für den Site-Besucher sehr umständlich sein, jede Beschreibung und jeden Plan separat herunterzuladen oder zu drucken. Sie können aber einen vollständigen Revierführer, der alle von uns besuchten Häfen und Buchten enthält, im PDF-Format herunterladen. Besuchen Sie dazu unseren Download-Bereich. Nichtsdestotrotz werden wir die Online-Ausgabe nach und nach vervollständigen.

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28 Ägina (Áigina, Egina)

37° 44,660'N 023° 25,500'E
HNC 413

Hafenpolizei: Tel. 22970 22328 - 25734, Fax 22970 25145, UKW/VHF-Kanäle 12, 19

Ansteuerung

Die Stadt Ägina ist schon aus großer Entfernung sichtbar. Bei der Annäherung aus Norden ist bei A. Kolona (unmittelbar nordwestlich der Stadt) ein turmartiges rotes Haus und etwas weiter südlich eine antike Säule erkennbar. Eine weiße Kapelle am äußeren Ende der Westmole ist gut zu sehen. Eine rote, konische Leuchttonne F(occas./gelegentl.) markiert einen Unterwasserfelsen (2,4 Meter unter der Wasseroberfläche) gleich westlich der Hafeneinfahrt. Eine weitere rote, konische Leuchttonne Q.R. kennzeichnet einen Unterwasserfelsen (2,1 Meter unter der Wasseroberfläche) südwestlich der Hafeneinfahrt.
In der Nacht richten Sie sich nach den Feuern A. Plakakia Fl(2)15s7M und N. Moni Fl(2)WRG.10s11-8M. Der weiße Sektor des Feuer N. Moni führt sicher durch die Enge zwischen Ägina und der kleinen Insel Metori. Die Hafeneinfahrt ist befeuert mit Fl.5s7M, F.R.4M und F.G.3M Die Einfahrt zur neuen Marina Ägina ist befeuert mit Fl.R.3s3M und Fl.G.3s3M.
Beim Ein- und Auslaufen ist Vorsicht geboten, denn der Hafen wird von zahlreichen Fähren und Schnellfähren benutzt, die mit hoher Geschwindigkeit manövrieren.
Bei der Ansteuerung von Süden das Riff bei N. Metori beachten (siehe Plan A).

Schutz

Der Hafen bietet guten Rundumschutz, aber starke Südwinde sorgen für unkomfortablen Schwell. Der Ankergrund ist überwiegend Schlick und er bietet an einigen Stellen nur unzureichenden Halt. Der Schutz in der neuen Marina ist ebenfalls gut, nur starke Nordwestwinde erzeugen Schwell.

Liegeplatz

Der Hafen ist für kürzere Aufenthalte geeignet, in der Marina werden Liegeplätze für längerfristige Besuche zugewiesen. Legen Sie sich vor Bug- oder Heckanker an den Stadtkai. Die Südmole ist ständig mit lokalen Yachten und einigen Charteryachten belegt; wenn Sie dort liegen wollen, fragen Sie die Hafenpolizei nach einem Platz. Im nördlichen Teil des Ostkais befindet sich ein schwimmender Markt; Früchte und Gemüse werden hier von Booten herunter verkauft. Der Rest des Ostkais ist mit Fischerbooten belegt. Im Sommer und besondern an den Sommerwochenenden ist der Hafen immer sehr voll – nur frühes Einlaufen sichert einen Platz am Kai.
Die Situation ist durch die neue Marina etwas entschärft worden, aber auch die hat sich schnell mit permanent dort liegenden Yachten zu füllen begonnen. In der Marina legen Sie sich vor Bug- oder Heckanker an einen der Stege. Es sind Moorings ausgelegt, Sie können aber auch das eigene Ankergeschirr verwenden (Trippleine empfohlen).

Dienstellen

Hafenpolizei und Zollbehörde.

Einrichtungen

Wasser und Strom in der Marina und am Stadtkai. Treibstoff wird mit dem Tankwagen geliefert. In der Stadt können Sie die Gasvorräte ergänzen und finden auch sonst gute Möglichkeiten, sich mit Proviant zu versorgen. Früchte und Gemüse können Sie gleich im Hafen von den Booten am Ostkai kaufen. Kleinere Reparaturen können an Ort und Stelle durchgeführt werden; muss das Schiff aus dem Wasser, dann ist eine der Werften im Norden der Insel aufzusuchen.
Ein Postamt und eine Zweigstelle der OTE befinden sich in der Stadt.

Generelle Informationen

Die kleine Stadt hat Charme, ist im Sommer aber immer gut besucht. Wer direkt von Athen/Piräus aus kommt, findet hier zum ersten Mal das Griechenland vor, das er sich vielleicht vorgestellt hat. Mieten Sie ein Auto, Motorrad oder Fahrrad und erkunden Sie die Insel. Besuchen Sie das archäologische Museum in der Stadt und den Tempel der Afea im Osten der Insel. Unmittelbar nördlich der Stadt steht bei A. Kolona eine antike Säule – das ist leider schon alles, was vom Tempel der Aphrodite übrig geblieben ist, der einst an dieser Stelle stand. Von Ägina aus fahren Busse zu anderen Dörfern der Insel und Fähren nach Piräus und anderen Inseln des Saronischen Golfs.
Die Insel Ägina ist bekannt für vorzügliche Pistazien.

Essen und trinken

In Ägina finden Sie zahlreiche Tavernas, Restaurants, Cafés und Bars – für jeden Geschmack sollte eigentlich etwas dabei sein. Empfehlenswert ist die (Fisch-)Taverna Maridakis auf der Nordseite des Hafens. Das Eiscafé Dodonis, weiter links in Richtung Fähranleger, ist für gute Qualität bekannt. Die günstigsten Snacks und Getränke gibt es bei Tropical (Self-Service), noch weiter links.

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