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Revierführer

In dieser Rubrik finden Sie Beschreibungen und Pläne einiger ausgewählter Häfen der Reviere »Saronischer Golf« und »Argolischer Golf«. Im Laufe der letzten drei Jahre haben wir um die Hundert Häfen und Buchten in diesen Revieren besucht. Sämtliche zusammengetragenen Informationen hier in einem Rutsch zu veröffentlichen ist aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich. Außerdem dürfte es für den Site-Besucher sehr umständlich sein, jede Beschreibung und jeden Plan separat herunterzuladen oder zu drucken. Sie können aber einen vollständigen Revierführer, der alle von uns besuchten Häfen und Buchten enthält, im PDF-Format herunterladen. Besuchen Sie dazu unseren Download-Bereich. Nichtsdestotrotz werden wir die Online-Ausgabe nach und nach vervollständigen.

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Insel Ägina (N. Áigina, Egina)

Ägina ist eine große, fruchtbare, grob dreiecksförmige Insel, die rund 12 Seemeilen südwestlich Zea Marina beziehungsweise Piräus liegt. Die Insel ist hügelig mit vereinzelten Kuppen vulkanischen Ursprungs, besitzt aber auch bewaldete Gebiete entlang der Küste. Die höchste Erhebung ist mit 532 Meter der im Süden der Insel liegende Oros.
Die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einwohner Athens, denn sie ist mit der Schnellfähre in rund 20 Minuten zu erreichen, ist trotz der Nähe zur Festlandsküste von überwiegend sauberem Wasser umgeben, besitzt keine ausgesprochenen Industriegebiete und bietet zahlreiche Badestrände, Tavernas, Restaurant, Bars und lohnenswerte Ausflugsziele sowie Museen. Zwischen Ägina und der Festlandsküste (Piräus) herrscht reger Schiffsverkehr (Schnellfähren, Autofähren, Sportboote). Viele Einwohner Athens besuchen Ägina über die Wochenenden mit der eigenen Yacht, weshalb die Häfen besonders an den Wochenenden immer gut besucht sind. Wer Ägina dennoch am Wochenende besuchen möchte, sollte sich darauf einstellen, möglicherweise in einer der vielen Buchten der Insel ankern zu müssen, denn häufig sichert nur frühzeitiges Einlaufen einen Platz am Kai oder Steg.
Ägina verfügt über ein gutes Straßennetz und viele bekannte Persönlichkeiten besitzen Häuser auf der Insel. Die etwa 11000 Bewohner der Insel leben von der Landwirtschaft, besonders vom Anbau und Export vorzüglicher Pistazien. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind ferner der Fischfang, die Schwammfischerei, die Keramikerzeugung und der Tourismus.

Geschichte

Spuren einer Besiedlung der Insel reichen bis ins dritte vorchristliche Jahrtausend. Bereits im zweiten Jahrtausend war die Insel ein bedeutender Handelsplatz für Tonerzeugnisse und Heilsalben, wie verschiedene Funde belegen. In der Geschichte wird Ägina erstmals als Kolonie des dorischen Epidauros erwähnt, mit dem es im 7. Jh. v.Ch. zur Herrschaft des Phaidon von Argos gehörte. Im 6. Jh. v. Ch. wuchs der Inselstaat zu einem mächtigen Konkurrenten Korinths heran. Selbst in Ägypten unterhielt die Insel Handelsposten und ihre Reeder galten als die reichsten der griechischen Welt.
Zu Beginn der Perserkriege stand die Insel auf der Höhe ihrer Macht. Nach der Seeschlacht bei Salamis, an der sich Ägina mit 42 Schiffen beteiligte, erhielt ein Schiff der Insel den Preis für höchste Tapferkeit. Es folgten Auseinandersetzungen mit Athen, dem die starke Insel bei der Ausweitung seiner Seemacht hinderlich war. Rasch aufeinanderfolgende Siege der Athener in Seeschlachten bei Angkistri und vor Ägina selbst brachten die Entscheidung und die Athener zwangen Ägina zur Übergabe: Die Bewohner Äginas mussten 456 v.Ch. ihre Mauern einreißen, ihre Kriegsschiffe ausliefern und Tribut zahlen.
Zu Beginn des Peloponnesischen Krieges 431 v.Ch. wurden die Bewohner Äginas ganz von der Insel vertrieben und das Land unter Bürgern Attikas aufgeteilt. Die Niederwerfung Athens im Jahr 404 v.Ch. erlaubte vielen zwar die Rückkehr, aber die Blütejahre waren vorbei. Wiederholte Kriege brachten die Insel erneut in den Besitz Attikas, dessen Schicksal sie fortan teilte.
Ägina beteiligte sich ale eine der ersten Inseln am Unabhängigkeitskrieg gegen die Türken. Zu Beginn des Krieges (1821) hatte Ägina 64 Schiffe, am Ende des Krieges (1828) war die Zahl auf 273 angewachsen.
Im Jahr 1828 war der Inselhauptort Ägina temporär Hauptstadt Griechenlands.

Häfen und Ankerplätze

28. Ägina Hafen
29. Ormos Marathona
30. Perdika
31. Ormos Mourioti, Ormos Klima, 
Ormos Ligia, Ormos Kipos
32. Ormos Aghia Marina
33. Souvalas

Wichtige Feuer

Bezeichnung
Tourlos
Plakakia
Lagouses
Moni
Kennung
Fl.3.6s5M
Fl(2)15s7M
LFl.7.5s5M
Fl(2).WRG.10s11/8M

 

Besondere Punkte und Gefahrenstellen

Zahlreiche Unterwasserfelsen und Riffs erschweren die Ansteuerung des Hafens Ägina. Fast alle Riffs wurden von den Einwohnern Äginas künstlich angelegt, um feindlichen Schiffen das Einlaufen in den (antiken) Hafens unmöglich zu machen, denn nur die Einwohner Äginas kannten die Passage.
Wer den Hafen Ägina von Süden kommend ansteuert oder den Hafen mit südlichem Kurs verlässt, muss das Riff im Osten der kleinen InselMetori beachten, das sich unter Wasser weit Richtung Ägina erstreckt.
Riff
bei A. Tourlos. A. Tourlos mit großem Abstand zur Küste runden. 
Sperrgebiet
bei A. Tourlos.