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YachtcharterCharteryachten
in Griechenland segeln unter griechischer Flagge. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sie von einer griechischen
Charterfirma verwaltet werden. Viele Charteryachten laufen unter dem Management
englischer, deutscher und französischer Charterfirmen. Eine
Charteryacht sollten Sie buchen, lange bevor Sie nach Griechenland reisen, denn
nur so können Sie sicherstellen, dass das von Ihnen gewünschte Schiff auch
verfügbar ist (zumindest zum Zeitpunkt der Buchung -- ob Sie genau dieses
Schiff dann auch tatsächlich
in Griechenland übergeben bekommen, ist eine andere Frage). Eine Yacht vor Ort
direkt vom Eigner zu chartern ist nicht empfehlenswert, denn besonders während
der Sommermonate ist es schwierig bis unmöglich, eine geeignete Yacht zu finden.
Die meisten ordentlichen Schiffe wurden längst im Voraus gebucht BareboatDie
meisten Charteryachten in Griechenland stehen für Bareboat-Charter zur Verfügung.
Sie chartern also lediglich die Yacht und bewegen sich mit ihr völlig unabhängig
im gewünschten Revier. Natürlich sind diese Yachten nicht »bare«, also
nackt, im wahrsten Sinne des Wortes, sondern sie sind mit sämtlicher
notwendiger Ausrüstung ausgestattet, lediglich den Proviant müssen Sie ergänzen.
In der Regel verlangen die Charterfirmen, dass Sie die Yacht dort wieder abgeben, wo
Sie sie übernommen haben, einige Firmen bieten aber auch One-Way-Charter an --
fragen Sie vorher die Charterfirma oder -agentur, falls Sie die Yacht an einem
anderen Ort übergeben wollen, als dem Ort, an dem Sie die Yacht übernommen
haben. Besonders
beim Bareboat-Charter sollten Sie die Charterfirma oder -agentur sorgfältig auswählen und
die Reiseroute sorgfältig planen. Prüfen Sie, welche
Ausrüstung zur Verfügung gestellt wird und, falls dies aus der Ferne möglich
ist, in welchem Zustand sich die Charteryachten befinden. Gehört ein Spi oder
Blister und der Außenborder fürs Dingi zur Standardausrüstung oder sind dies
zusätzliche kostenpflichtige Extras? Ist die Endreinigung der Yacht im
Charterpreis bereits enthalten? Fragen Sie auch, was
passiert, wenn Sie aufgrund eines Defekts, beispielsweise der Maschine, drei,
vier Tage im Hafen liegen müssen: Wird eine Ersatzyacht zur Verfügung
gestellt? Übernahme und AbgabeDie Übernahme und Abgabe einer Charteryacht erfolgt in der Regel an einem Samstag. Die aktuelle Crew muss die Yacht normalerweise bis 9.00 Uhr zur Charterbasis zurück gebracht haben. Nach dem Auschecken dieser Crew gehen Putzpersonal und Techniker an Bord, um die Yacht zu reinigen und ggf. Defekte zu beheben. Dies kann natürlich einige Zeit in Anspruch nehmen, weshalb die neue Crew oft erst zwischen 16.00 und 18.00 Uhr an Bord gehen kann -- so steht es auch in den meisten Charterverträgen. Es folgt die Einweisung der Crew durch das Basispersonal und die Übergabe der Yacht. Prüfen Sie die Yacht bei der Übernahme sorgfältig. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Ihre Unterschrift unter die Checkliste zu setzen, ohne die aufgeführten Punkte auch wirklich überprüft zu haben, nur weil Sie am Übernahmetag unbedingt noch auslaufen wollen. Die Charterfirma erwartet, dass Sie die Yacht am Ende der Charter unbeschädigt und mit vollständiger Ausrüstung wieder zurück geben -- eben so, wie Sie sie übernommen haben. Verschweigen Sie bei der Rückgabe weder Mängel und Defekte, die Sie festgestellt haben, noch Ausrüstungsverluste und Schäden, die Sie selbst verursacht haben. Charteryachten in Griechenland haben obligatorisch eine Vollkaskoversicherung, die Schäden bis zur Höhe der Eigenbeteiligung abdeckt. Diese Eigenbeteiligung entspricht in der Regel der von Ihnen hinterlegten Kaution. Im Verlust- oder Schadensfall erhalten Sie also möglicherweise die Kaution nicht oder nicht in voller Höhe zurück, aber für Schäden und Verluste, die Sie zu verantworten haben, sollten Sie auch gerade stehen. Gegen dieses Risiko können Sie sich übrigens mit einer Kautionsversicherung schützen. Mit SkipperNatürlich
können Sie eine Yacht auch mit Skipper chartern. In diesem Fall zahlen Sie für
den Skipper eine Gebühr pro Tag und übernehmen außerdem seine Verpflegung --
der Skipper wird also aus der Bordkasse verpflegt, ohne selbst einzuzahlen. Gemeinsam mit anderen YachtenWenn Sie selbst noch nicht viele Erfahrungen als Skipper gesammelt haben, auf einen professionellen Skipper an Bord der Charteryacht aber dennoch verzichten wollen, bietet sich vielleicht die Flotille an. Bei einer Flotille segeln einige Charteryachten, normalerweise zwischen sieben und zwölf, gemeinsam und entlang einer zuvor festgelegten Route. Auf einer der Yachten befindet sich mindestens ein professioneller Skipper, der helfen kann, wenn mal etwas schief gehen sollte. Eine Flotille bietet sich auch immer dann an, wenn Sie einfach nur segeln wollen, sich also nicht mit der Routenplanung, der Auswahl der Häfen und Badebuchten, der Tavernas usw. befassen wollen. Flotillae bieten viele englische und einige französische und deutsche Charterfirmen an. FührerscheineDie griechische Gesetzgebung schreibt für Yachtcharter vor, dass sich an Bord der Yacht ein Skipper sowie ein Co-Skipper befinden müssen. Der Skipper muss mindestens im Besitz des Sportbootführerscheins-See sein. Der Co-Skipper benötigt eigentlich ebenfalls einen Führerschein. Die meisten Charterfirmen akzeptieren für den Co-Skipper aber auch einen Binnen-Segelschein oder einfach einen Nachweis der Segelpraxis, beispielsweise in Form eines Meilenbuchs. VersicherungenIm Zusammenhang mit dem Chartern einer Yacht kann es sinnvoll sein, eine oder mehrere Versicherungen abzuschließen. Die Kautionsversicherung wurde weiter oben schon erwähnt; sie dient dazu, sich vor dem Verlust der zu hinterlegenden Kaution, die immerhin zwischen 1500 und 2000 Euro betragen kann, abzusichern. Eine Yachtcharter ist kein Reisevertrag. Deshalb beinhaltet die gewöhnliche Reiserücktrittsversicherung für Flug- und Hotelreisen normalerweise die Charter nicht. Wer sich hier absichern möchte, benötigt eine spezielle Charter-Reiserücktrittsversicherung. Als Skipper einer Charteryacht hat man eine erhebliche Verantwortung gegenüber der Yacht und der Crew, damit verbunden natürlich auch Haftungsrisiken. Mit einer Skipperhaftpflichtversicherung kann sich der Skipper schützen.
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